So funktioniert B3 Darts
Es gibt zwei Teile:
- Die Station läuft auf dem Rechner, an dem die drei Kameras hängen. Sie erkennt jeden Wurf selbst und schickt nur das fertige Ergebnis hierher: Position auf dem Board, Feld, Punkte und Sicherheit.
- Diese Webseite zeigt Spiele, Statistik und Einstellungen. Sie funktioniert auf jedem Gerät, ob Laptop, Tablet, Handy oder Fernseher.
Die Reihenfolge beim ersten Mal: Station einrichten, Kameras zuordnen, hier kalibrieren, Spieler anlegen, spielen.
Anmelden
Du meldest dich mit dem Benutzernamen an, den du bei der Einrichtung der Station gewählt hast. Dazu kommt entweder die PIN oder dein Passwort:
- PIN-Modus: Die Station zeigt bei jedem Start eine neue 4-stellige PIN an. Mit ihr meldest du dich an. Wird die Station neu gestartet, gilt die alte PIN nicht mehr.
- Passwort-Modus: Du hast an der Station ein festes Passwort mit mindestens 8 Zeichen hinterlegt. Das bleibt gültig, bis du es an der Station änderst.
Umschalten kannst du das jederzeit an der Station unter „Einstellungen“. Nach 6 falschen Versuchen ist die Anmeldung für 15 Minuten gesperrt.
Übersicht
Hier siehst du alle Zimmer mit ihren Stationen. Der Punkt zeigt, ob eine Station gerade erreichbar ist. „Zuletzt vor 4 s“ ist das letzte Lebenszeichen. Wie oft es kommt, stellst du an der Station ein (Standard 10 Sekunden).
Der kleine Verlauf zeigt die letzten Stunden: Jeder Strich ist eine Minute, die Höhe zeigt, wie viele Kameras liefen.
Zimmer
Ein Zimmer ist ein Ort mit Dartboard, zum Beispiel „Keller“ oder „Vereinsheim“. In jedem Zimmer steht eine Station. Spieler werden Zimmern zugeordnet: Beim Spielen werden zuerst die Spieler des gewählten Zimmers angeboten. Eine Person kann in mehreren Zimmern sein.
Stationen
Jede Station hat eine feste 8-stellige Stationsnummer. Du kannst sie umbenennen und einem anderen Zimmer zuordnen. Entfernst du eine Station hier, muss sie vor Ort neu eingerichtet werden.
Warteschlange: Ist das Internet oder der Server kurz weg, sammelt die Station die Würfe und schickt sie nach, sobald die Verbindung wieder steht. Die Zahl „in Warteschlange“ zeigt, wie viele noch unterwegs sind.
Zimmerbild: Tippe in der Zimmerliste auf das Bildfeld, um ein Foto zu hinterlegen. Es erscheint auf der Übersicht.
Erkennung: Hier stellst du Empfindlichkeit, Ruhezeit und Mindestgröße der Erkennung ein. Unter jedem Regler steht, was er bewirkt. Die Station übernimmt das beim nächsten Lebenszeichen.
- Werden Würfe übersehen: Empfindlichkeit erhöhen oder Mindestgröße senken.
- Gibt es Fehlauslösungen durch Licht oder Schatten: Empfindlichkeit senken oder Ruhezeit erhöhen.
Spieler
Spieler sind einfache Profile mit Spitzname, wahlweise Vor- und Nachname, Farbe und Bild. Sie haben keinen eigenen Zugang, jeder hat aber seine eigene Statistik.
Das Bild wird automatisch quadratisch zugeschnitten und verkleinert gespeichert.
Private Profile
Jeder Spieler entscheidet, wer seine Statistik sehen darf:
- Öffentlich: Alle, die mit dem Konto angemeldet sind, sehen die Statistik.
- Privat: Die Statistik öffnet sich nur mit dem Passwort dieses Spielers (mindestens 4 Zeichen). Danach bleibt sie auf diesem Gerät 4 Stunden offen, oder bis du sie mit „Wieder sperren“ schließt.
Spielen geht immer ohne Passwort. Auch der Computergegner kann sich an einem privaten Profil orientieren. Er übernimmt dann nur die Stärke, ohne Werte anzuzeigen.
Damit niemand den Schutz einfach abschaltet, braucht auch das Bearbeiten eines privaten Profils das Passwort. Passwort vergessen? Das Anmeldepasswort bzw. die aktuelle PIN des Kontos funktioniert als Generalschlüssel.
Rollen
Admin kennzeichnet die Personen, die sich um Kalibrierung und Einstellungen kümmern. Spieler spielen und haben eine Statistik. Angemeldet wird sich immer mit dem Hauptkonto. Die Rolle ist für spätere Erweiterungen vorbereitet, etwa wenn Spieler eigene Zugänge bekommen.
Kalibrierung
Damit die Station aus einem Kamerabild eine exakte Position auf dem Board berechnen kann, braucht jede Kamera ein Modell. Das entsteht aus Punkten, die du auf bekannte Kanten setzt. Es berücksichtigt Perspektive und Linsenwölbung.
Du gehst Zahl für Zahl vor, je Zahl durch alle drei Kameras, je Kamera durch bis zu sechs Kanten: Doppel außen und innen, Triple außen und innen, Bull außen und innen.
Kalibrierung: Bilder
„Neue Bilder holen“ bittet die Station um aktuelle Vollbilder. Am besten mit leerem Board und gleichmäßigem Licht. Die Station muss dafür laufen.
Kalibrierung: Punkte setzen
- Setze den Punkt mittig im Feld der angezeigten Zahl, genau auf die genannte Kante. Wie mittig, ist nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass er genau auf der Kante liegt.
- Mausrad oder zwei Finger zoomen. Ziehen verschiebt das Bild, Ziehen an einem Punkt korrigiert ihn. Die Lupe zeigt den exakten Punkt.
- Nach etwa drei Zahlen erscheint ein gestrichelter Vorschlag. Passt er, Enter drücken oder „Übernehmen“ tippen. Mit A übernimmst du alle Kanten einer Zahl auf einmal.
- S überspringt eine Kante. N markiert die Zahl als „in dieser Kamera nicht sichtbar“.
- Rot markierte Punkte passen nicht zum Rest. Das sind meist Fehlklicks, sie werden aus der Berechnung ausgeschlossen. Einfach neu setzen.
Kalibrierung: Feinjustierung
Raster und Zahlen liegen über dem Kamerabild. Die Bewertung zeigt die mittlere Abweichung in Millimetern:
- unter 1,2 mm: exzellent
- unter 2,5 mm: gut
- darüber: Punkte prüfen
Liegt das ganze Raster gleichmäßig daneben, helfen Drehung, Größe und Verschiebung.
Kalibrierung: Gewichtung
Jede Kamera sieht manche Bereiche besser als andere. Für jede Zahl und das Bull legst du fest, wie stark jede Kamera bei der Positionsberechnung zählt. Die drei Regler ergeben immer zusammen 100 %. Ziehst du einen hoch, gehen die anderen anteilig runter.
Die Startwerte berechnet das System aus der Bildauflösung: Wo eine Kamera mehr Pixel pro Millimeter hat und weniger schräg schaut, bekommt sie mehr Gewicht. Von Hand geänderte Bereiche bleiben, bis du sie zurück auf „automatisch“ stellst.
Mit den Knöpfen „Oben“, „Links“ und „Rechts“ siehst du die Abdeckung einer Kamera als Heatmap. „Überblendet“ legt alle Kameras übereinander: Ist das Bild scharf, passen die Kalibrierungen gut zusammen.
Kalibrierung: Korrekturen
Hier landet jede Korrektur eines automatisch erkannten Darts mit den Kamerabildern. Auf den Bildern bedeutet:
- rot: wo das System den Dart gesehen hat
- grün: wo er wirklich war
- Kamerafarbe: die Schätzung dieser einzelnen Kamera
Versatz pro Kamera: Liegt eine Kamera immer wieder in dieselbe Richtung daneben, ist das ein systematischer Fehler. Der Vorschlag verschiebt das Raster dieser Kamera genau um diesen Versatz. Ab 3 Korrekturen gibt es einen Vorschlag, und nur wenn die Abweichungen wirklich in eine Richtung zeigen. Streuen sie wild, liegt es eher an einzelnen Kalibrierpunkten.
Gewichtung: Pro Sektor wird verglichen, welche Kamera näher an der richtigen Stelle lag. Die genauere Kamera bekommt mehr Gewicht.
Übernommene Vorschläge markieren die verwendeten Korrekturen als erledigt, damit sie nicht doppelt zählen.
Kalibrierung: Testen
Tippe in einem Kamerabild auf eine markante Stelle, etwa eine Drahtkreuzung. Die anderen Kameras zeigen, wo sie dieselbe Stelle sehen. Liegen alle Markierungen auf derselben Kreuzung, ist alles gut.
Nach dem Speichern holt sich die Station die neue Kalibrierung. Sie zeigt dann „Neue Einstellungen verfügbar“ oder übernimmt sie automatisch, je nach Einstellung an der Station.
Spielen
Wähle Zimmer, Spiel und bis zu 8 Spieler (auch den Computer). Die Reihenfolge der Spieler ist die Wurfreihenfolge, du kannst sie per Pfeil ändern.
Während des Spiels kommen die Würfe automatisch von der Station des Zimmers. Nach dem Herausziehen der Darts ist der nächste Spieler dran. Wie oft diese Seite nach neuen Würfen fragt, stellst du unter Einstellungen ein (0,5 bis 5 Sekunden).
Würfe korrigieren
Tippe auf einen Dart der aktuellen Aufnahme oder im Verlauf. Es öffnet sich ein großes Board, auf dem die bisherige Position rot markiert ist. Dann:
- auf die Stelle tippen, an der der Dart wirklich steckt, oder
- „Feld wählen“ und das Feld direkt antippen (Single, Double oder Triple plus Zahl), oder
- „Miss“ wählen.
Alles wird sofort neu berechnet, auch Überwerfen und Checkout. „Zurück“ nimmt den letzten Eintrag zurück.
Bei automatisch erkannten Würfen wird die Korrektur zusätzlich gespeichert. Die Station schickt dazu mit ihrem nächsten Lebenszeichen ein Bild jeder Kamera. Daraus entstehen unter Kalibrierung → Korrekturen Verbesserungsvorschläge. Tipp: Den Dart nach dem Korrigieren noch ein paar Sekunden stecken lassen, dann ist er auf den Bildern zu sehen.
Spielansicht
Im Spiel wechselt die Seite in die Vollbild-Arena. Oben stehen alle Spieler, wer am Zug ist, leuchtet, die anderen sind ausgegraut.
- Grüner Punkt mit Uhrzeit: Zeitpunkt der letzten Abfrage bei der Station. Grün heißt alles in Ordnung, gelb heißt Verbindung stockt, rot heißt seit über 30 Sekunden keine Verbindung.
- Zahnrad: Ansage und Ton, Tastenkürzel anzeigen, letzte Aufnahmen zeigen, Vollbild, Hilfe, zurück zur Spielauswahl (das Spiel läuft weiter) und Spiel beenden.
Die Einstellungen gelten für dieses Gerät und bleiben gespeichert.
X01
Jeder startet mit einer Punktzahl, zum Beispiel 501, und muss genau auf 0 kommen. Wer zuerst bei 0 ist, gewinnt das Leg.
X01: Startpunkte
Zur Wahl stehen 301, 501, 701 und 901. 501 ist der Turnierstandard, 301 ist kürzer, 701 und 901 sind lange Spiele.
X01: Check-in
Straight In: Jeder Treffer zählt sofort. Double In: Die Punkte zählen erst ab dem ersten Doppel (Bull zählt als Doppel). Würfe davor zählen 0.
X01: Check-out
- Straight Out: Jedes Feld darf den Rest auf 0 bringen.
- Double Out: Der letzte Dart muss ein Doppel oder das Bull (50) sein.
- Master Out: Der letzte Dart muss ein Doppel, Triple oder das Bull sein.
Überworfen ist man, wenn man unter 0 kommt oder einen Rest lässt, der nicht mehr auszuspielen ist: bei Double Out ein Rest von 1, oder 0 ohne passendes Feld. Dann zählt die ganze Aufnahme nicht, und der nächste ist dran.
X01: Sets und Legs
Ein Leg ist ein Spiel von der Startpunktzahl bis 0. Ein Set besteht aus mehreren Legs. Wer genug Legs gewinnt, holt das Set, und wer genug Sets gewinnt, das Match. Bei 1 Set wird nur um Legs gespielt.
- First to: Wer zuerst die eingestellte Anzahl gewinnt. „First to 3 Legs“ heißt, 3 gewonnene Legs reichen.
- Best of: Die Anzahl ist die Höchstzahl. „Best of 5 Legs“ heißt, wer zuerst 3 gewinnt, hat gewonnen.
Anwurf: Du legst fest, wer beginnt. Danach wechselt der Anwurf mit jedem Leg reihum. Ein neues Set beginnt der Nächste in der Reihe nach dem Beginner des vorigen Sets.
Computergegner
Der Computer wirft sichtbar: Jeder Dart erscheint mit kurzer Pause auf dem Board. Er zielt wie ein Mensch, beim Punkten auf T20, beim Auschecken auf den passenden Weg. Wie genau er trifft, hängt von seiner Stärke ab, darum verfehlt er Doppel genauso wie ein Mensch.
Computer: Stärke
Fest: Mit dem Regler stellst du den Durchschnitt ein, den der Computer pro Aufnahme (3 Darts) etwa wirft: von 20 (Einsteiger) bis 110 (Profi).
Automatisch: Der Computer nimmt den Durchschnitt deiner letzten 10 Spiele, und zwar nur aus Spielen mit demselben Check-out. Wer bei Straight Out 50 wirft, wirft bei Double Out meist weniger, weil das Auschecken schwerer ist. Fehlen solche Spiele, nimmt er alle Spiele.
Pro Spiel weicht er zufällig ein paar Prozent nach oben oder unten ab. Er ist also mal etwas besser, mal etwas schlechter, aber immer auf deinem Niveau. Angezeigt werden auch deine Schnitte für Dart 1, 2 und 3 der letzten Spiele, damit du siehst, worauf die Stärke beruht.
Statistik
Alles bezieht sich auf den gewählten Zeitraum.
- 3-Dart-Schnitt: Punkte je drei Darts. Überworfene Aufnahmen zählen 0, ihre Darts zählen mit.
- First 9: Schnitt der ersten drei Aufnahmen jedes Legs, also der ersten 9 Darts. Er zeigt die Punktestärke ohne Checkout-Phase.
- Dart 1, 2, 3: Durchschnittliche Punkte des ersten, zweiten und dritten Darts einer Aufnahme.
- Höchste Aufnahme und bestes Finish (höchster ausgecheckter Rest).
- Bestes Leg: Die wenigsten Darts für ein gewonnenes Leg.
- 60+, 100+, 140+, 180: Aufnahmen in diesen Bereichen. 107 zählt bei 100+, 60+ meint 60 bis 99, 100+ meint 100 bis 139 usw. Die Quote ist der Anteil an allen Aufnahmen.
- Checkout-Quote: Erfolgreiche Checkouts geteilt durch Versuche. Ein Versuch ist jeder Dart, der geworfen wird, während der Rest mit genau einem Dart auszuchecken wäre.
- Trefferraten: Wie oft jede Zahl getroffen wurde (egal welcher Ring), dazu Doppel- und Triple-Anteil.
- Felder: Jedes einzelne Feld (Single, Double, Triple jeder Zahl, 25, Bull) mit Anzahl und Anteil.
- Trefferbild: Alle Würfe als Punkte auf dem Board.
Im Verlauf vergleichst du deinen 3-Dart-Schnitt pro Tag mit anderen Spielern.
Module
Spiele und Erweiterungen sind Module, ähnlich wie bei WordPress. Jedes Modul ist ein eigener Ordner unter modules/. Hier schaltest du sie ein oder aus. Abgeschaltete Spiele erscheinen nicht mehr bei „Spielen“. Neue Module lädst du per FTP in den Ordner hoch, dann tauchen sie hier auf.
Einstellungen
- Darstellung: Der Admin legt fest, ob die Seite hell, dunkel oder „wie das Gerät“ erscheint. Jedes Gerät kann das zusätzlich über den Mond-Knopf oben selbst festlegen.
- Abfrageintervall: Wie oft die Spielseite nach neuen Würfen fragt. 1 Sekunde ist ein guter Wert, 0,5 Sekunden ist schneller, belastet den Server aber stärker.
- Ansage und Klang: Sprachausgabe der Punkte und ein kurzer Ton bei jedem Treffer.